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Svens TED Talk

Seit Jahren verfolgen wir die meist inspirierenden Vorträge der Plattform TED. Was für eine tolle Erfahrung, selbst als Redner eines TED Talks eingeladen zu sein! Svens TED Talk an der ISK Nairobi wurde nun veröffentlicht!

 

Kurz-URL: http://www.bit.ly/ZieglerTED

 

In 2 Minuten informiert…

Wer in weniger als zwei Minuten einen Eindruck von den RealStars Geschäftsseminaren bekommen möchte, kann unser neues Kurzvideo anschauen

Impact Assessment

Jossy nach der Befragung in ihrem KosmetikladenNatürlich  ist  es  spannend  für  uns  zu sehen,  was  aus  den  ehemaligen Seminarteilnehmern  und  ihren Unternehmen  geworden  ist.  Daher haben  wir  uns  sehr  über  eine  Anfrage von „ChanceMent“ gefreut, einem Zweig von  „Hilfe  für  Brüder“  und  „Christliche Fachkräfte  International“,  die  Studenten an christliche Partnerorganisationen in Entwicklungsländern  für  Praktika  vermitteln. Hannah  studiert  Geographische Entwicklungsforschung Afrika und Wirtschaft an der Universität Bayreuth und hat uns für drei Monate unterstützt. Sie hat ein „Impact Assessment“  durchgeführt,  um  zu  sehen, welche Wirkung die Seminare im Leben und in den Unternehmen der Seminarteilnehmer hatte. Insgesamt wurden 50 der damals 210 Seminarteilnehmer befragt. Hier ein paar Erkenntnisse für alle Statistikliebhaber:

100% der Befragten, die nach dem Seminar ein Geschäft eröffnet haben, gaben das Seminar als Ausschlaggebend für die Geschäftsgründung an.

Im Durchschnitt  versorgt jeder der Befragten vier weitere Personen durch die Einnahmen ihrer Geschäfte.

90% der Befragten gaben an, Ihr erlerntes Wissen mit Freunden geteilt zu haben. Die 50 befragten Teilnehmer haben ihr im Seminar erlerntes Wissen mit insgesamt 376 Leuten geteilt. Manche haben ihre Freunde motiviert, selbst ein Geschäft zu gründen.

86% der Befragten setzen im Seminar gelerntes Wissen aktiv in ihrem Geschäftsalltag ein.

90% der Befragten sagten, die Themen waren leicht verständlich.

94% der Befragten gaben an, sie trauen sich seit dem Seminar zu, ihr eigenes Geschäft erfolgreich zu führen.

88% der Befragten sagten, das Seminar hat ihnen geholfen, tägliche Herausforderungen zu meistern.

100% der Befragten würden das Seminar anderen weiterempfehlen.

Wer  Interesse  an einem  Auslandspraktikum  für  sein Studium  hat,  kann sich  bei ChanceMent informieren: http://www.chancement.de

Schwere Jungs

Es gibt Leute in Nairobi, denen möchte man lieber nicht begegnen. Allen voran sind das sicher die gewaltbereiten Gangsterbanden, die in Nairobi und dessen Vororten ihr Unwesen treiben. Bisher war ich dankbar, dass wir vor ihnen verschont geblieben sind. Nun bin ich ihnen begegnet. Sie waren die interessantesten Seminarteilnehmer bisher…

Die Erfolgsgeschichte

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Yakub vor einem seiner „Matatus“

Wie ein Musterschüler hat Yakub, ein Teilnehmer meiner ersten Seminarreihe für Kleinstunternehmer, eine Geschäftsgelegenheit gesehen und verwirklicht: Quer durch den Kibera-Slum hat die Regierung vor Kurzem eine Straße gebaut und geteert. Diese neue Strecke verlangte nach einem öffentlichen Verkehrsnetz, das in Kenia hauptsächlich aus Kleinbussen besteht, die sich „Matatus“ nennen. Gemeinsam mit zwei Freunden kaufte er einen alten Kleinbus und holte weitere Teilhaber ins Boot. Yakubs Matatu-Gesellschaft „Kibera Lindi Sacco“ startete mit einem Fuhrpark von zehn Kleinbussen, mittlerweile nennen sie 24 Matatus ihr Eigen! Die 40 (!) dadurch geschaffenen Arbeitsplätze besetzte Yakub bewusst mit ehemaligen bzw. damals noch aktiven Gangstern, um ihnen eine neue Perspektive zu geben. Es gab sogar Beschwerden von Fahrgästen, warum er so böse Leute beschäftigt. Yakubs Gegenfrage leuchtete ein: „Wollt Ihr, dass sie Matatus fahren, oder Leute überfallen?“ Mittlerweile hat Yakubs Matatu-Gesellschaft ca. 2000 Euro angespart, die in Geschäftsgründungen investiert werden sollen. Und da die Ex-Gangster darin mit einbezogen werden sollen, jedoch kaum eine Ahnung vom Geschäftsleben haben, wurde ich mit meinem Geschäftsseminar eingeladen.

Das Seminar

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Aufmerksame Seminarteilnehmer

So traf ich mich über fünf Wochen lang jeden Montag mit den „schweren Jungs“, und die Teilnehmerzahl stieg stetig. Zu Spitzenzeiten hatten wir 32 junge Leute in dem kleinen Seminarraum mit Lehmwänden und Wellblechdach, aus dem wir vor Beginn erst die Hühner und Ziegen vertreiben mussten. Bereits am ersten Seminartag habe ich eine kleine Ahnung davon bekommen, was die Jungs in ihrer Vergangenheit durchmachen mussten. Einige hatten extrem rote Augen von den konsumierten Drogen, andere auffällige Narben. Da die meisten offenbar nur begrenzt eine Schulbildung genießen konnten, habe ich das Seminarprogramm noch einmal stark vereinfacht und vermehrt mit Bildern und Illustrationen gearbeitet. Immer wieder konnte ich betonen, welche Perspektive Gott in ihr Leben bringen kann und welche Veränderungen mit IHM möglich sind. Ich war begeistert über die Gruppendynamik, die sich mit der Zeit entwickelt hat. Und manch ein „schwerer Junge“ hat sich gefreut wie ein Kind, als er einfache wirtschaftliche Zusammenhänge oder Grundladen der Buchführung verstanden hat…

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Viel Raum für Diskussionen

Aha-Effekte

Im Laufe der Seminarreihe gab es viele große und kleine Highlights und Aha-Effekte. So war z.B. eine Gruppe anwesend, die Wasser per Lastwagen in einen großen Tank füllen lässt und dieses in Kanistern an die Slumbewohner verkauft. Den Gewinn haben sie bisher täglich unter den Teilhabern aufgeteilt. Bei einer genaueren Kalkulation der Einnahmen und Ausgaben waren sie erstaunt über den wöchentlichen Gewinn. Noch während des Seminars haben sie die Entscheidung getroffen, einen Teil des Gewinns ab sofort zurückzulegen. Innerhalb eines Jahres sollten sie damit genug Geld angespart haben, um einen weiteren Wassertank anzuschaffen – und damit ihr Geschäft zu verdoppeln!

Geschäfte = Sicherheit?

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Im Gruppengespräch vertieft

Das Ziel meines Seminares ging jedoch noch etwas weiter: Teile der neuen Matatu-Strecke sind wenig belebt, dunkel und damit sehr unsicher. Nun sollen mit den Ersparnissen der Matatu-Gesellschafft an strategisch wichtigen Punkten gezielt Geschäfte wie z.B. Kiosks, Frisörläden usw. angesiedelt werden. In einer Einheit haben die Teilnehmer eine Skizze ihrer Gegend angefertigt und darin sichere und unsichere Gebiete markiert. Die Hoffnung dabei ist, dass mit den Geschäften, die an strategisch wichtigen Ecken angesiedelt werden sollen, die Straßen belebter und beleuchteter werden – und damit letztendlich sicherer. Wenn der Plan aufgeht, wird ein Teil von Kibera in Zukunft ein etwas sichererer Ort sein als heute. Ein großartiges Gefühl, Teil dieser Entwicklung sein zu dürfen! DSC_0043

 

Merry Christmas!

Mit diesem musikalischen Weihnachtsgruß wünschen wir Euch „Merry Christmas“ (englisch), „frohe Weihnachten“ (deutsch), „krismasi njema“ (suaheli), „feliz navidad“ (spanish) und „latiyalalia“ (josianish) und natürlich alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr!

 

Unser kenianischer Partner RealStars vermittelt Patenschaften für bedürftige Kinder in den Slums Nairobis. Im aktuellen Newsletter schreibt RealStars u.a. auch über die Geschäftsseminare, die ich für die Eltern unserer Patenkinder geführt habe. Hier ein Auszug aus dem Rundbrief:

cut_DSC08889Unsere Kinder leben mit ihren Familien in extremer Armut. Die meisten Eltern betreiben kleinere Geschäfte um etwas Geld zu verdienen. Andere träumen davon, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Da wir davon überzeugt sind, dass Kleinstgewerbe das Potenzial haben, die Lebensumstände der Kinder zu verbessern, haben wir ein Programm eingeführt, um Kleinstunternehmer zu fördern – also praktisch eine wirtschaftliche Hilfe zur Selbsthilfe.

cut_DSC08906Während der letzten Seminarreihe für Geschäftsleute konnten wir einigen Eltern unserer Patenkinder Grundwissen vermitteln, das zum Erweitern der Geschäfte und zur Einkommenssteigerung hilfreich ist. Mehr als 30 Eltern nahmen an dem Seminar teil. Am Ende konnten wir 22 Zertifikate vergeben! Wir freuen uns sehr, die kleinen Erfolge in ihren Geschäften zu sehen und hoffen, dass sie das Wissen aus den Seminaren nutzen, um in Zukunft selbstständig für ihre Familien sorgen zu können – und vielleicht in Zukunft die Schulgebühren ihrer Kinder selbst zahlen…

floodStarke Regenfälle haben in Nairobi Häuser und Straßen überflutet – und leider auch einige Menschenleben gekostet. Der Verkehr kam über mehrere Stunden zum Erliegen. Die arme Doreen steckte 9,5 Stunden im Stau fest, und das auf einer Strecke, für die man sonst gerade mal eine Stunde benötigt.

Im Kibera-Slum haben die Regenfälle ebenfalls starke Schäden verursacht. Die wenigsten Wellblechhütten haben ein dichtes Dach und ein Abwassersystem oder gar Kanalisation gibt es nicht.

flood2Der Bewohner dieses Hauses wurde im Schlaf von dem Bächlein überrascht, der sich über Nacht in einen reißenden Fluß verwandelt hat. Er ist mit dem Leben davongekommen, fast sein ganzer Hausrat ist jedoch den Bach hinunter gegangen.